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Rettungsübung im Fernwärmeschacht
© Hertener Stadtwerke/Jan Ahlers

Rettungsübung im Fernwärmeschacht

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: _Redaktion _RDN

Hertener Stadtwerke und Berufsfeuerwehr trainieren den Ernstfall

Ein geöffneter Gullideckel, ein enger Schacht, Dunkelheit – und eine schwer verletzte Person, die schnell geborgen werden muss. Was für neugierige Passanten wie ein realer Einsatz wirkte, war nun Teil einer intensiven Übung der Berufsfeuerwehr Herten: In einem mehrere Meter tiefen Fernwärmeschacht der Hertener Stadtwerke wurde eine sogenannte „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ simuliert.

An insgesamt drei Tagen haben jeweils unterschiedliche Einsatzteams der Feuerwehr nun für rund zwei Stunden den Ernstfall einer Schachtrettung am Sportplatz Paschenberg inklusive ausführlicher Vor- und Nachbesprechung geübt. Unterstützt wurden sie dabei von Fachkräften der Stadtwerke-Abteilung Wärmenetz, die ihr Wissen zu den Gegebenheiten in den rund 200 Hertener Fernwärmeschächten einbrachten, sowie dem Arbeitsschutzbeauftragten der Stadtwerke.

Im Mittelpunkt der Übung stand die Rettung einer verunfallten Person aus einem 60 Zentimeter engen Schacht, der ausschließlich über eine Leiter unterhalb der Schachtabdeckung erreichbar ist. Eigenschutz steht hierbei über allem: Bevor sich die Einsatzkräfte in den Schacht begeben konnten, wurde die Atmosphäre im Inneren auf mögliche Gefahren überprüft – etwa auf Sauerstoffmangel oder das Vorhandensein gefährlicher Gase.

Anschließend stiegen die Feuerwehrkräfte unter der Leitung von Hauptbrandmeister André Lucaß mit entsprechender Schutzausrüstung in den Schacht ab, sicherten die „verletzte“ Person – dargestellt durch eine rund 75 Kilogramm schwere Übungspuppe – und bereiteten die Rettung vor. Zum Einsatz kamen unter anderem ein Seilzug, ein Rettungsgurtsystem und das sogenannte Spineboard, eine spezielle Rettungstrage. So wurden der Umgang mit unterschiedlichen Verletzungsmustern geprobt, etwa der Transport einer Person mit potenziell schwerer Wirbelsäulenschädigung.

Mit dem regelmäßigen Durchführen solcher Übungen leisten die Hertener Stadtwerke gemeinsam mit der Feuerwehr einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit ihrer Mitarbeiter und zur Gefahrenabwehr im Versorgungsgebiet. „Solche Trainings sind entscheidend, um Abläufe und Kommunikation zu schärfen und im Ernstfall schnell sowie koordiniert handeln zu können“, betonen die Beteiligten. Die Rettungsübung soll künftig in einem Zeitabstand von zwei bis drei Jahren wiederholt werden.

Info Hertener Stadtwerke
Hertener Stadtwerke

Herner Straße 21
45699 Herten

hertener-stadtwerke.de

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