Hertener Bürger genießen eine äußerst stabile Stromversorgung im städtischen Mittel- und Niederspannungsnetz.
Diese Aussage ist nun auch für das Jahr 2024 von den ermittelten SAIDI-Werten der Bundesnetzagentur klar unterstrichen worden.
SAIDI steht für den „System Average Interruption Duration Index“ – auf Deutsch: die durchschnittliche Zeit, die ein Endverbraucher ohne funktionierende Energieversorgung in einem Verteilnetz hinnehmen muss. Dieser wird stets gegen Ende des Folgejahres von der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Nun ist bekannt geworden, wie die Hertener Stadtwerke 2024 abgeschnitten haben. Und erneut können sich die Werte sehen lassen.
Unterteilt wird zwischen Versorgungsstörungen im Mittelspannungs- und dem Niederspannungsnetz. Während es im Hertener Niederspannungsnetz zu durchschnittlich 1,64 Minuten ungeplanter Versorgungsunterbrechungen und damit einem leicht höheren Wert kam (Vorjahr: 1,04 Minuten), betrug dieser Wert im Mittelspannungsnetz nur 0,2 Minuten (Vorjahr: 2,05). Der SAIDI-Gesamtwert beträgt folglich rund 1,84 Minuten pro Haushalt (Vorjahr: 3,09) und ist damit so niedrig wie letztmals im Jahr 2014. Umgerechnet entspricht dies einer 110-sekündigen Störung des Verteilnetzes in einem Jahr, das rund 31,5 Millionen Sekunden zählt.
Frank Girke, Betriebsleiter Stromnetz bei den Hertener Stadtwerken, zeigt sich sehr zufrieden mit der Entwicklung. „Obwohl wir schon in den Vorjahren stets sehr zufriedenstellende Werte erzielt haben, haben wir die Ausfallzeiten nochmals verringern können“, sagt Girke, „und auch im Vergleich mit dem bundesdeutschen Durchschnittswert schneidet Herten erneut sehr gut ab.“ Dieser lag, Mittel- und Niederspannung gemeinsam betrachtet, 2024 bei etwa 11,7 Minuten und damit etwa sechsmal so hoch wie in Herten.
Alle SAIDI-Statistiken zeigen: In Herten kommt Strom zuverlässig aus dem Leitungsnetz in die Steckdosen von etwa 40.000 Entnahmestellen. „Um dies auch in Zukunft bestätigen zu können, investieren wir Jahr für Jahr in die Modernisierung und Aufrüstung unserer Netzinfrastruktur“, erklärt Frank Girke. Störungen werden so per Fernübertragung heutzutage blitzschnell angezeigt. Das ermöglicht Technikern, rasch zur Fehlerquelle zu gelangen und so die Störungsdauer so gering wie möglich zu halten.
Insgesamt waren 2024 in Deutschland 830 Netzbetreiber registriert, die binnen eines Jahres rund 165.000 Versorgungsunterbrechungen an die Bundesnetzagentur gemeldet haben. Im europäischen Vergleich gilt das Stromnetz der Bundesrepublik als besonders versorgungssicher und belegt im internationalen SAIDI-Ranking regelmäßig einen Spitzenplatz.